Musiktherapie in der neurologischen Rehabilitation

Neurologische Erkrankungen oder Schädigungen (wie z.B. Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder Parkinson) ziehen häufig körperliche, kognitive und/oder sprachliche Einschränkungen nach sich. Sind diese stark ausgeprägt, erschweren sie es den Betroffenen oft erheblich, geregelte Bewegungen oder Handlungsabläufe durchzuführen, sich räumlich-zeitlich zu orientieren oder sich verbal auszutauschen.

Die musikalische Wirkung wird hier in vielfacher Weise genutzt. Zum einen dient sie dem körperlich-emotionalen Spannungsausgleich, der basalen Unterstützung der Wahrnehmung sowie als nonverbales Interaktionsmedium. Zum anderen wird sie gleichsam mobilisierend eingesetzt. Als Impulsgeber unterstützt sie die Betroffenen bei der motorischen Organisation von Bewegungsabläufen, verhilft durch verschiedene Klangqualitäten und Strukturen gezielt Aufmerksamkeit und kognitive Prozesse zu stimulieren und fördert anhand ihrer rhythmisch-melodischen Qualität den Stimm- und Sprachausdruck. Musiktherapeutisch-funktionale Interventionen kommen hierbei ausschließlich unter Berücksichtigung der aktuellen Beziehungs- und Kontaktfähigkeit des Klienten zum Tragen.

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